Die Bothmer-Gymnastik wurde 1922-1938 entwickelt von Fritz Graf von Bothmer, Turnlehrer an der ersten Waldorfschule.
Den Übungen und Bewegungsprinzipien liegen die Gesetzmäßigkeiten der Bewegungsentwicklung des jungen Menschen zu Grunde. Über viele Jahre der praktischen Erfahrung hat sich ein therapeutischer Ansatz gestaltet, somit erscheint sie immer mehr in der Sozialtherapie, Psychotherapie und in allen Bereichen der Haltungsschulung.
Sie hat einen ordnenden Charakter und schafft bewussten Umgang mit der Bewegung, was helfen kann, Gewohnheiten bis hinein in seelisches Verhalten zu ändern.
Die Übungen sprechen den Gleichgewichts-, Eigenbewegungs-, Tast- und den Lebenssinn an, machen Grenzen im Raum erlebbar, bringen den Atem in Fluss, lassen Schwere und Leichte empfinden und den Raum des anderen respektieren. Dieses Arbeiten an der Aufrechten stärkt den Willen und die Selbstachtung, durch die der Mensch die Voraussetzungen schaffen kann, frei seine Aufgaben zu ergreifen und sein Leben mit Sinn zu erfüllen.
Bei uns ist ganz besonders wichtig, dass Lebensfreude entsteht und die Menschen sich in ihrem Leib zu Hause fühlen können. Bewegungsspiele und Übungen aus der Psychomotorik bereichern die Bewegungsstunden.