Der Sprachgestalter arbeitet einerseits direkt therapeutisch, oft in Einzelsitzungen.
Er bietet dem Teilnehmer Hilfen an, wie er sein Sprechen lösen, seine Sprache vervollständigen und ordnen kann; oder er fördert ihn, weil dieser für Sprache oder gestischen Ausdruck besonders zugänglich ist.
Ähnlich wie andere Ansätze in der Stimmbildung, Körperarbeit und Atembehandlung betont die Sprachgestaltung die Sensorik vor der Motorik: denn nur dadurch können Bewegungen (z.B. die Artikulation) in tiefere Schichten des Leibes sinken und wieder geschmeidig und frei werden- innere Bilder können dafür unmittelbar Auslöser sein.
Desgleichen versteht sich die Sprachgestaltung als integrativ: sie geht davon aus, dass Sprache und Laut keine willkürliche Vereinbarung, sondern ein geistiger Organismus sind und andererseits im Kehlkopf der ganze Mensch physiologisch zusammengezogen ist: aus diesem Grunde verschwindet ein Problem oft dadurch, dass an ganz anderen Stelle etwas gestärkt oder verbessert wird.
Ein zweiter Aspekt der sprachgestalterischen Arbeit sind künstlerische Projekte mit Gruppen. Hier wird Begegnungsraum geschaffen, kreatives Potential geweckt, Grenzen erkundet und der Mut entwickelt, sich einem Publikum zu stellen. Es entstehen Theaterstücke, Lyrikabende und Erzählprogramme, die das kulturelle Leben der Gemeinschaft mit prägen.