Lernen & Arbeiten
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Lernen & Arbeiten

Die Werkstattlandschaft der Bundesrepublik Deutschland hat sich seit der Einführung des SGB IX deutlich verändert. Die Worte Paradigmenwechsel, Teilhabe, Selbstbestimmung, Forderung und Förderung durch Arbeit, Integration sind in aller Munde.
Die Weckelweiler Werkstätten sind hier der Zeit voraus. Ihre Gründerväter haben durch ihr anthroposophisch geprägtes Menschenbild und viel Engagement die Weckelweiler Werkstätten zu dem gemacht, was sie heute sind. Vielseitig, menschennah, naturverbunden, individuell, ganzheitlich.
Der Mensch lernt und wächst durch die Arbeit. Er kann sehen und fühlen was er herstellt. Die gefertigten Produkte sind etwas besonders und so einzigartig wie ihre Schöpfer.

34 Werkstätten gehören zu den Weckelweiler Gemeinschaften. Der Dienstebereich, drei Förderbereiche, zwei Gärtnereien, der Garten- und Landschaftsbau, das Glockenhaus, die Großküche und drei Gemeinschaftsküchen, die Hausmeisterei, zwei Kerzenwerkstätten, die Kreativwerkstatt, der Laden, drei Landwirtschaften, die Lampenwerkstatt, die Lederwerkstatt, die Lehrküche, die Malerwerkstatt, die Maurerwerkstatt, die Metallwerkstatt, drei Schreinerwerkstätten, der Vertrieb, die Wäscherei, zwei Webereien, der Werkstatthof, zwei Wollwerkstätten und die Zimmerei mit Sägewerk zeigen unsere Vielfalt. Wo noch findet man ein so reichhaltiges Angebot?

Unsere Werkstätten wachsen stetig. Dies stellt uns vor die Aufgabe, trotz Erweiterung das Gemeinsame, die Gemeinschaft zu erhalten. Dies erreichen wir durch enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Künstlern, Therapeuten und den Wohngruppen. Moderne Kommunikationssysteme schaffen schnelle Verbindungen und erleichtern Verwaltungsaufgaben. Der Ausbau des zentralen Vertriebs öffnet uns neue Märkte und Absatzmöglichkeiten.
Ökologische Baumaßnahmen, wie der Bau einer zentralen Hackschnitzelheizung, eines Wasserspeichers und der Einbau von Dämmstoffen erhalten kostbare Ressourcen, senken Energie- und Rohstoffkosten und sichern unsere Zukunft.

Nicht nur wirtschaftliches Denken, sondern vor allem unsere Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt unseres Tun und Handelns. Durch die Baumaßnahme werden helle Räume geschaffen und der Arbeitsschutz deutlich verbessert. Der Berufsbildungsbereich und die Sonderberufsfachschule erhalten durch die Neugestaltung des Werkstatthofs ein zentrales Fundament. Die Ausbildung junger Menschen wird weiter ausgebaut. Neue, attraktive Arbeitsfelder entstehen. Die Auswahlmöglichkeiten werden erleichtert und Integrationsmodelle entwickelt. Die enge Zusammenarbeit mit dem Werkstattrat hilft und unterstützt uns dabei sehr.
Zukünftig werden wir noch mehr auf den einzelnen Menschen eingehen und ihn gezielt fördern. Wir ermöglichen ihm dadurch ein selbst bestimmtes Leben und Wertschätzung durch Arbeit. Therapeuten, Pädagogen, Künstler, Psychologen und Ärzte unterstützen uns und erweitern die Sicht auf das ganzheitliche Menschenbild. Das ist und bleibt die Stärke unserer Werkstätten.

Auf dem Sektor der Weiterbildung gehen wir gleichfalls neue Wege. Wir bieten seit neuestem die gFAB-Ausbildung an. Weckelweiler ist die erste und einzige anthroposophische Einrichtung in Süddeutschland, die diesen Schritt wagt.

Therapie, Vielfalt, Natur, Kunst, Handwerk, Pädagogik, Wirtschaftlichkeit, Anthroposophie, Teamarbeit, Glauben, Selbstbestimmung, Integration und Teilhabe erleben in Weckelweiler eine fruchtbare Symbiose.
Verständnis für einander schaffen, Gemeinschaft leben und erleben, der Liebe einen Platz geben, sind die dazu nötigen Voraussetzungen. Alle wirken mit, dies zu ermöglichen.
Die Weckelweiler Werkstätten sind und bleiben etwas Besonderes.

Markus Schmidt
Werkstattleiter

Neuigkeiten
Chorepoche-Abschluß
Chorepoche-Abschluß

31. März 2012

Familien- und Freundestreffen

17. bis 20. Mai 2012

Pfingsten

27. Mai 2012